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Rambo Tour mit LKW

Heute stand ordentlich Abwechslung zu dem bisherigen Besichtigungen auf dem Programm:
Direkt am Hotel ging es los zur "Rambo Tour", wozu wir zwei alte russische LKWs aus dem Angola Krieg der Kubaner bestiegen. Der Fahrer unseres LKWs war sogar selbst im Angola Krieg Fahrer eines gleichen LKWs, sprechen konnten wir mit ihm allerdings nicht. Natürlich war ich etwas optimistisch kurz angezogen, denn hier im Escambray Gebirge war es recht kühl (ca. 600-800m über Meer) und wir hatten erst mal einige Stunden Hochnebel, dadurch natürlich schlechte Sicht. Die Fahrt war extrem holprig (auch hier schien man weniger Wert auf gute Federung zu legen) und so waren Fotos fast unmöglich. Nach rund einer Stunde Fahrt und bereits einigen kleinen blauen Flecken auf den gar nicht gepolsterten Bänken machten wir halt im einem Gebirgsdorf mit ein paar hundert Einwohner. Entsprechend gab es  dort wenige Häuser bzw. einen Mehrfachbau, dafür aber eine Schule, eine medizinische Klinik, Polizeistation (war ja klar), einen kleinen Laden und sogar eine Disco für die Einwohner... Nach einem kurzem Stop ging es noch ein wenig weiter mit dem LKW.
 

Wanderung im Regenwald des Escambray Gebirges

Dann stand eine angeblich nur 2,5 km weite Wanderung durch Gebirgswälder im Parque Guanayara an. Hierbei wurden uns auch einige einheimische Pflanzen gezeigt und von unserem Führer einige Sachen zur Natur erklärt. Allerdings ging es erst mal bergab, was teils sehr rutschig war, da es hier zuletzt ordentlich geregnet hatte, war aber ok. Nach ca. 1h einfacheren Weges konnten wir den Wasserfall "Salto el Rocio" bewundern um kurz dahinter eine Badelagune des weiterlaufenden Gebirgsbaches zu erreichen.

Einige von uns - auch ich - wagten dann ein erfrischendes Bad im ca. 23 Grad "kalten" Wasser. Nach 25 minütigem Aufenthalt stand dann - was wir nicht wussten - ein anstrengenderer Marsch von ca. 1,5 Stunden auf schwierigerer Strecke zum Landhaus an. Mittlerweile war wohl auch der Nebel verschwunden und machte dem heiß-schwülem Klima eines tropischen Gebirgs-Regenwaldes Platz. Man musste immer auf seine Schritte achten, da der Pfad doch sehr schmal, glitschig oder überschwemmt war, so bekam man dann nur noch wenig von Natur um einen mit. In dem Landhaus gab es dann auch unser Mittagessen (übrigens sehr gut frisch vom Grill). Die Badelagune zum Ende wäre noch erfrischender gewesen... aber man kann ja der Natur nicht sagen, wo eine Erfrischung sein soll...
 

Santa Clara - Chez Denkmal & Mausoleum

Nach dem Essen ging es mit dem russichen LKW noch 30 Minuten zur nächsten normalen Straße und von da mit unserem Bus ca. 1 Stunde nach Santa Clara. Dort besichtigten wir allerdings nur den Platz der Revolution mit dem dortigen großem Chez Denkmal, dem Chez Guevara Museum (leider gab es nicht besonders viele Stücke und die wenigen Infos waren nur auf Spanisch) und das Mausoleum, wo Chez mittlerweile liegt zusammen mit seinen ehemaligen Getreuen, u.a. die DDR-Spionin Tania und angeblich auch Pacco (den habe ich allerdings vor kurzem im ZDF Interview gesehen, der hält sich nach wie vor anonym versteckt in La Paz!?). Santa Clara war die erste Stadt, die Chez von der Diktatur befreite, daher wird diese auch gerne als Chez Stadt bezeichnet. Das Museum und Mausoleum darf man allerdings nur ohne Taschen und Kameras betreten, da die CIA versucht hatte, das ganze mit einer Bombe in einer Videokamera in die Luft zu sprengen. Mehr haben wir in Santa Clara nicht besichtigt, es gibt allerdings wohl noch den (nachgestellten) Zug, den Chez damals zum entgleisen gebracht hat.

Als Tagesabschluss ging es noch ca. 1-1,5 Stunden im Bus nach Sancti Spiritus, das Hotel Rancho Hatuey vor den Toren der Stadt erreichten wir dann bei Dämmerung.
 

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