BEWERTUNG DES OBJEKTS SCHIFFBäUERIN WEIN- & FISCHHAUS

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Diese Bewertung wurde bisher 38 mal gelesen
Geschrieben am 27.04.2012
April 2012
42
Lars (m)
 
Bewertungen
(5*)
(4,5*)
(4*)
(5*)
(3*)

Gesamtbewertung
(5*)
Wir waren auf Empfehlung eines Kollegen aus der Runde in das Fischrestaurant Schiffbäuerin gegangen, was sich vom Rathaus aus hinter der Fußgängerbrücke auf der anderen Seite des Mains in einer kleinen Seitenstraße befindet.

Von außen her ist das ganze recht unscheinbar, innen empfängt einen auch eher eine etwas ältere Einrichtung, die wahrscheinlich schon einige Jahrzehnte besteht.. Modern auf keinen Fall, vielleicht der Stil, den man für alte gutbürgerliche Restaurants erwarten muss? Für mich gehts schöner, aber entscheidend ist dann doch Speis und Trank.

Das Personal ist auch schon etwas merklich älter (2 ältere Damen kümmerten sich um uns), aber freundlich, präsent und hatten vor allem Ahnung vom Essen und vom Wein. Man sagte uns direkt, dass es heute nur 3 fangfrische Sorten Fisch geben würde: Waller, Saibling und glaube ich Forelle(?). Der Waller (mir bisher unbekannt) ist wohl eine Welsart und wird ausschliesslich "blau" serviert. Ich habe mich lieber für einen gebratenen Saibling entschieden, da Zander nicht fangfrisch vorhanden war.

Die Karte ist im übrigen sehr beschränkt, außer 2 Suppen und Nachspeisen gibt es nur die Auswahl aus Fischen oder Auswahlplatte aus Fischen und man muss dazu aus einer handvoll Beilagen auswählen: entweder Salzkartoffeln mit zerlassener Butter und/oder Sahnemeerettich oder Kartoffelsalat oder einer von 3 Salaten.
Etwas ungewöhnlich ist, dass die frischen Fische alle nur mit 100g Preis angegeben sind, wir wussten also nicht genau, was uns das nachher genau kosten würde. Mein Fisch (ein ganzer) war dann mit 400g berechnet, die beiden Leute die sich einen ganzen Waller teilten, hatten nachher 1200g auf der Rechnung stehen, hier sind aber auch Kopf und Gräten mitberechnet und nicht ganz leicht.

Die Portion Kartoffeln, die ich dazu bestellte, war üppig, die Butter wurde auch nachgegossen..
Mein Saibling (kannte ich vorher auch nicht), war gut gebraten, schmeckte sehr gut (nicht fischig) und war von der konsistent genau richtig, also weder zu durch und auch nicht noch leicht glasig. Man musste aber teils etwas mit den Gräten aufpassen, ging aber ganz gut.
Hat mir wirklich gut gefallen.
Die Kollegen mit dem Waller "blau" waren ebenfalls sehr zufrieden, hier filettierte aber die Bedienung auf einem Beistelltisch, sodass hier auf dem Teller nicht eine Gräte ankam. Angeblich ist es auch ein Qualitätsmerkmal ganz frischen Fisches, dass die Haut abrutscht bzw. einreisst... sieht zwar nicht so gut aus, aber wenns denn so ist..(kenne mich damit aber nicht aus).

Die Weinauswahl besteht fast ausschließlich aus regionalen Weinen, teils Prädikatsweine, das meiste zwar in Flaschen, es gab aber auch einige offenen Weine, von denen ich einen trockenen Ipsheimer Silvaner vom Weingut Hans Wirsching probierte (0, 25l 4, 50 Euro, also preislich ok). Der war zwar nicht schlecht, ich mag aber lieber fruchtigere Weine, der war etwas nichtssagend (man könnte auch sagen: der Wein hielt sich dezent im Hintergrund, um dem super Fisch den Vortritt zu lassen). Einige hatten einen anderen trockenen Silvaner vom Bürgerspital Würzburg und einen Riesling (ebenfalls Bürgerspital), die sehr gut gewesen sein sollen, aber jeder hat auch einen anderen Geschmack. Die Preise der Flaschenweine liegen teils deutlich über dem Preisniveau der offenen..

Insgesamt kann ich das Restaurant besten Gewissens für Fischliebhaber empfehlen, wenn man mal in der Region Würzburg ist..
 
Statistische Angaben (während Aufenthalt)
gut
angemessen
Ja, ohne Einschränkung

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