BEWERTUNG DES OBJEKTS SCHNITZLERS LANDHAUS

Selbst dieses Objekt bewerten
Infos zum Objekt
Objektbewertung und Zeitpunkt
Diese Bewertung wurde bisher 74 mal gelesen
Geschrieben am 29.04.2010
März 2010
40
Webmaster (m)
 
Bewertungen
(5,5*)
(4,5*)
(5,5*)
(4,5*)
(4*)

Gesamtbewertung
(5,5*)
Aufgrund einer sehr vielversprechend klingenden Empfehlung in einem Restaurant-Führer für Essen wollte ich einmal die anscheinend sehr gute Küche im Landhaus Schnitzler testen:
Das Restaurant Schnitzlers liegt etwas außerhalb im Stadtteil Byfang auf einer Anhöhe über dem Baldeneysee mit leichtem Blick nach Werden. Von Essen-Zentrum auf der B227 kommend muss man bei Byfang abbiegen und sollte sich aber nach einigen hundert Metern nicht wundern, dass die Straße immer schmaler und dörflicher aussieht, das Landhaus kommt schon noch auf der linken Seite.

Anders als vielleicht der Name vermuten lässt, ist das Schnitzlers weder eine Schnitzelhaus noch ein biederes gutbürgerliches "Lokal", sondern wird von der Familie Schnitzler betrieben.

Als wir hereinkamen wurden wir sehr freundlich empfangen, die Jacken abgenommen und zu unserem reservierten Tisch geführt. Tisch und die großzügige Verteilung der wenigen Tisch im Raum ließen dann doch schon ein gehobeneres Restaurant vermuten. Das Ambiente ist abgesehen von den Möbeln ansonsten eher einfach zu nennen, nachdem wir auch die Veranstaltungsräume gesehen haben, erinnerte mich das Haus auch etwas an ein altes Gemeindeheim oder Schützengildeheim. Der Pakettboden sieht auch etwas in die Jahre gekommen aus, das sollte aber auch das einzige Manko bleiben.

Die normale Karte hat ein kleines überschaubares Angebot: man kann entweder aus einem von 3 Menus (wie in der gehobenen Küche üblich) wählen oder sich aus den Vorspeisen, Hauptgerichten etc. selbst einzeln die Auswahl treffen.
Dazu gab es noch eine auf großer Schiefertafel geschriebene Tageskarte.
Die Auswahl fällt trotz kleinerer Karte doch schwer, da sich vielen sehr interessant anhörte. Und ja, es gibt im Schnitzlers auch ein angeblich sehr großes Original Wiener Schnitzel, aber das musste jetzt nun wirklich nicht hier sein, zudem war der Preis mit 19, 50 Euro deutlich teurer als im Traditionshaus direkt am Stephansdom in Wien.

Hauptgerichte und Weine:
So entschied ich mich für das Stubenkücken von der Tageskarte. Mittlerweile bediente uns Herr Schnitzler auch selbst und machte ein nicht auf den Karten zu findenes Angebot einer Fischplatte. Da wir beim Wein nicht schlüssig waren, empfahl er uns zum Fisch einen trockenen Chardonney und zum Stubenkücken eine trockene Quinterra Scheurebe (wusste gar nicht, dass es Scheurebe trocken gibt!).

Die Beilagen wurden natürlich getrennt vom Hauptteller serviert, besonders überrascht aber war ich von der Größe des Stubenkückens, ich hätte jetzt eher etwas kaum größeres als Wachtel erwartet, es war aber eher ein leicht zu klein geratenes Hähnchen, wobei die Knochen eigentlich alle bereits ausgelöst waren, sodass man nicht mit den Händen essen musste. Die leichte Soße war sehr gut, ebenso wie Kartoffeln und die Pfifferlinge. Das Stubenkücken sehr saftig, obwohl gegrillt. Wirklich gut!
Auch die Fischplatte war sehr gut und bestand aus einem mittelgroßem Stück Zanderfilet (natürlich in Butter oder Butterschmalz gebraten), einem extrem zarten Lachssteak und einem Stück Seeteufel, dieser war geschmacklich eher neutraler und dadurch nicht so überragend wie die anderen Fische. Auch hier passte das Gemüse und die herrlich leichte Soße perfekt.
Die beiden Weine wurden jeweils am Tisch eingeschenkt, die Flaschen - obwohl Gläser (0, 15l lt. Karte) bestellt - blieben aber am Tisch stehen. Der Chardonney war wie erwartet sehr gut, die trockene Scheurebe wirklich interessant, da diese trotzdem ein tolles sehr fruchtiges Aroma und Buquet hatte, ohne süß zu sein.. Bei den Gläsern wurde bei uns auch je einmal nachgeschenkt, dazu aber später..

Nachtisch:
Zum Abschluss bestellten wir noch zu zwei ein Orangen-Tiramisu, was uns die Bedienung empfohlen hatte. Wow!! Days war wirklich überragend gut, tolle Komposition mit richtig gutem Geschmack (ok, natürlich heftig Mascapone drin). Eine hervorragende Wahl für einen wirklich guten Restaurant Besuch.

Preisniveau:
Das Schnitzler ist natürlich nicht günstig zu nennen, für die gehobene Küche kamen wir aber vergleichsweise sehr günstig weg: Das Stubenkücken kostete nur 17,- Euro, die Fischplatte 22, 50 Euro. Das Tiramisu lag bei 7,- Euro.
Bei den Getränken lag der Espresso bei 2, 30, die 0, 75l Flasche Mineralwasser bei 5, 50 Euro (leider heute auch im durchschnittlich guten Restaurant Normalpreis). Überrascht war ich aber von der Abrechnung der Wein, trotz Nachschenken wurde uns pro Person nur der Preis für ein 0, 15l Glas abgenommen (5, 10 die Scheurebe, 5, 60 für den Chardonney). Ok, wir hatten jetzt meines Erachtens auch nicht 0, 3l getrunken, aber 0, 2-0, 25 waren es wohl).
Sehr nett, so kommen Gäste auch noch lieber wieder.

Bedienung und Gastgeber
Wirklich sehr zuvorkommend war sowohl die weibliche Bedienung, als auch sehr herzlich der Chef des Hauses selber, der einem sehr gut bei der Auswahl half und auch auf Nachfrage (uns kam das bei dem kleinen Tischangebot etwas komisch vor, wie man das betreiben kann) die Veranstaltungsräume zeigte. Im gut betuchten Essener Süden wird das Landhaus wohl fast jedes Wochenende mit Veranstaltungen in verschiedenen Räumen (gibt sogar einen mit großer Bühne) gebucht. Nach dem Essen fragte dann auch die Chefköchin (bzw. Chefin und Köchin in einer Person) wie es geschmeckt habe und ob alles zur Zufriedenheit war.. War es!!

Fazit:
Ich kann das Restaurant Schnitzlers jedenfalls nur unbedingt empfehlen! Seh gute Küche zu zumindest annehmbaren Preisen und sehr herzliche und freundliche Gastgeber! 
Statistische Angaben (während Aufenthalt)
gut
etwas überhöht
Ja, ohne Einschränkung

Selbst dieses Objekt bewerten
[c] hotelkritiken.de 2003-2019
HOTELKRITIKEN


BENUTZER


REISETIPPS


REISEBERICHTE


VOR & NACH DER REISE


KONTAKT & FRAGEN