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aktuelle Reisehinweise für Thailand und Indonesien

11.01.2005 (Berlin):
Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes in Berlin für die Region in Asien. Hier die aktuellsten Hinweise für die von der Flut stark betroffenen Länder Thailand und Indonesien:

Thailand

Die durch ein starkes Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra am 26.12. ausgelöste Flutwelle richtete im südwestlichen Küstengebiet Thailands (vor allem Krabi, Khao Lak) sowie den vorgelagerten Inseln (Phuket, Phi Phi, Lanta u.a. ) schwerste Schäden an.

Strandnahe Hotels und Infrastruktur sind besonders betroffen. Die Flutwelle forderte in der unmittelbaren Küstenregion zahlreiche Todesopfer, die nicht immer zeitnah versorgt und bestattet werden können. Der größte Teil der ausländischen Verletzten wurde inzwischen evakuiert. Zwischenzeitlich ist es, wie in einer solchen Situation zu erwarten, zu einem Anstieg von Durchfallerkrankungen gekommen.

Seuchengefahr kann nicht ausgeschlossen werden Sie besteht insbesondere auf Phi Phi und in Khao Lak. Deshalb sollten Touristen die unmittelbar betroffenen Region verlassen. Sollten Seuchen ausbrechen, muss mit Quarantänemaßnahmen gerechnet werden, die die Bewegungsfreiheit Reisender einschränken.

Die deutsche Botschaft Bangkok hat Krisenstäbe in Bangkok und Phuket eingerichtet und betreut die betroffenen Deutschen vor Ort. Unmittelbar betroffene Verwandte von vermissten Personen können sich auch an die Hotline des Auswärtigen Amts wenden.

Nicht betroffen sind die Binnengebiete Thailands (Bangkok, Chiang Mai, Chiang Rai, Mae Hong Son, Ayuttaya usw.) sowie die populären Reiseorte an den Küsten des Golfes von Thailand (Hua Hin, Pattaya, Ko Samui, Ko Chang, Ko Samet, Ko Si Chang, usw. ). Touristen wird geraten, sich vor Reisen nach Thailand gezielt zu erkundigen, ob ein Aufenthalt am gewünschten Zielort möglich ist. Die Telefonnummern wichtiger Reiseveranstalter finden Sie weiter unten.

Weitere Hinweise:
Seit Anfang 2004 verzeichnet der Süden Thailands eine Welle von Anschlägen radikaler Angehöriger der muslimischen Bevölkerungsminderheit gegen staatliche Einrichtungen, worauf die thailändischen Sicherheitskräfte mit Härte reagierten. Militante muslimische Kämpfer drohten auch damit, massiv durch Selbstmordattentate zurückzuschlagen. Für Thailand muss daher von einer erhöhten Gefahr terroristischer Attentate ausgegangen werden. Ziel dieser Attentate dürften in erster Linie Einrichtungen der thailändischen Sicherheitskräfte oder allgemein des thailändischen Staates sein. Aber auch beliebte Tourismusziele und Urlaubszentren können davon nicht ausgeschlossen werden, insbesondere weil mehrere Terrorgruppen bereits vor dem 25.10.2004 Anschläge auch gegen touristische Reiseziele angedroht hatten.

Von Reisen in und durch die unter Kriegsrecht stehenden Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie die in der Nachbarschaft liegende Provinz Songhkla an der Grenze zu Malaysia, die südlichsten Provinzen Thailands, wird aufgrund der anhaltenden Unruhen dringend abgeraten.

Wegen sporadischer Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zu Myanmar sollten Reisen an die Grenze oder in die unmittelbare Grenznähe nicht, oder allenfalls unter sachkundiger Führung und als Gruppenreise unternommen werden. Im Grenzgebiet zu Kambodscha kann es zu Überfällen durch bewaffnete Banden kommen, die mitunter Menschenleben fordern. Gleiches wird von Trekking-Touren in entlegene nördliche Landesteile gemeldet.

Bei der Benutzung von Fähr- und Ausflugsbooten, vor allem bei Fahrten auf offener See, ist angesichts oftmals mangelhafter Sicherheits- und Rettungseinrichtungen Vorsicht angezeigt.

Indonesien

Die durch ein starkes Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra am 26.12.2004 ausgelöste Flutwelle richtete an der nordwestlichen Küste der Provinz Aceh/Sumatra, dem südwestlichen Küstengebiet Thailands, den vorgelagerten Inseln sowie Teilen Südindiens, Sri Lankas, Malaysias und auf den Malediven schwere Schäden an.

Zahlreiche Ortschaften in der unmittelbaren Küstenregion Acehs wurden weggeschwemmt mit Tausenden von Todesopfern, die zum Teil noch nicht bestattet werden konnten. Zwischenzeitlich ist es, wie in einer solchen Situation zu erwarten, zu einem Anstieg von Durchfallerkrankungen gekommen. Seuchengefahr kann nicht ausgeschlossen werden. Ausländer, die nicht für Hilfsorganisationen tätig sind, sollten nicht versuchen, in die Provinz Aceh zu reisen. Sollten Seuchen ausbrechen, muss mit Quarantänemaßnahmen gerechnet werden, die die Bewegungsfreiheit Reisender einschränken.

Die deutschen Botschaften in der Region haben Krisenstäbe eingerichtet und stehen in ständigem Kontakt mit dem Auswärtigen Amt. Der betroffene Teil Indonesiens wird kaum von deutschen Touristen besucht. Sofern die deutsche Botschaft in Jakarta von betroffenen Deutschen vor Ort erfährt, werden diese nach Möglichkeit betreut. Unmittelbar betroffene Verwandte von vermissten Personen können sich auch an die Hotline des Auswärtigen Amts wenden. Die konsularische Betreuung vor Ort wird mit den EU-Partnern koordiniert.

Die populären Reiseziele Indonesiens wie Bali, Lombok und Java sind von der Flutkatastrophe nicht betroffen.

Weitere Hinweise:
In Indonesien ist es seit 2002 mehrfach zu Bombenanschlägen islamischer Extremisten gekommen. Am 12. Oktober 2002 kostete ein Anschlag auf eine Diskothek in Bali 202 Menschenleben. Am 5. August 2003 kamen bei einem Anschlag auf das Hotel Marriott in Jakarta 13 Menschen und am 9. September 2004 bei einem Anschlag auf die Australische Botschaft 10 Menschen ums Leben.

Seit dem Anschlag in Bali wurden erhebliche Erfolge bei den Ermittlungen erzielt, die zu zahlreichen Verhaftungen und Verurteilungen geführt haben. Einige als Drahtzieher der Bombenanschläge identifizierte Extremisten befinden sich jedoch noch auf freiem Fuß. Die Sicherheitsorgane warnen weiterhin vor möglichen Attentaten islamistischer Extremisten in Jakarta und anderen Orten. Als gefährdet gelten Orte, die bevorzugt von Ausländern frequentiert oder mit dem westlichen Ausland identifiziert werden, wie Hotels, Botschaften, Einkaufszentren und touristische Einrichtungen.

Von Reisen in die Provinz Aceh (Nordsumatra) wird (unabhängig von der Flutkatastrophe) dringend abgeraten. Militärischen Operationen fielen am 04. Juni 2003 in West-Aceh ein deutscher Tourist zum Opfer. Reisende benötigen eine Ausnahmegenehmigung des Militärs. Ethnische, religiöse oder soziale Spannungen führten in einzelnen Landesteilen wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. In der auf den Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon ist es in jüngster Zeit erneut zu Unruhen mit Toten und Verletzten gekommen. Auch in Sulawesi (Region Poso/Zentralsulawesi) und Papua (ehem. Irian Jaya) kann sich die Sicherheitslage plötzlich anspannen. Reisen in diese Gebiete sollten nicht ohne ortskundige Begleitung unternommen werden. Für Reisen nach Papua wird eine Ausnahmegenehmigung der Polizei benötigt.

Trekkingtouren und Bergbesteigungen sollten nur mit verlässlichen ortskundigen Führern durchgeführt werden. Grundsätzlich sollte man aus Sicherheitsgründen nur vom Hotel oder Reisebüro empfohlene Reiseführer engagieren. Die Seeschifffahrt in der Straße von Malakka ist durch Piraterie gefährdet.

Vor illegalem Besitz von Rauschgift ebenso wie vor Mitnahme/Transport oder Aufbewahrung von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts wird eindringlich gewarnt. Bei Rauschgiftdelikten - auch wenn es sich nur um kleine Mengen handelt - drohen langjährige Haftstrafen oder die Todesstrafe.

Rettungsdienste verfügen nicht über die in Europa gängige Ausbildung und Ausrüstung. In weiten Landesteilen entspricht die medizinische Versorgung nicht deutschen Standards. Reisende, die sich abseits der großen Ferienzentren aufhalten und sich aufgrund ihrer Konstitution oder Aktivitäten (z.B. Bergsteigen) besonderen Risiken aussetzen, sollten zusätzlichen Versicherungsschutz und Notfalladressen bei sich führen, die im Ernstfall ein schnelle Evakuierung nach Jakarta oder Singapur gewährleisten.

Die Telefonnummern wichtiger Reiseveranstalter finden Sie hier:

TUI     0511 / 567 80 00
Thomas Cook     0800 / 999 2424
Rewe-Pauschaltouristik (ITS, Tjaereborg, Jahn, LTUplus)  02203 / 42 800 oder 02203 / 42 850
Öger Tours      01805 / 2866 und 01805 / 351035
LTU     0211 / 94 18 888
FTI Touristik   01805 / 38 43 00 oder 089 / 24 44-73234
ID Reisewelt & Suntravel        03491 / 40 73 74
Dertour & Meier's Weltreisen    069 / 9588-5999 und 069 / 9588-2770
Tischler Reisen 08821 / 9317-44 und 08821 / 9317-10
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