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aktuelle Reisehinweise für Sri Lanka und Indien

11.01.2005 (Berlin):
Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes in Berlin für die Region in Asien. Hier die aktuellsten Hinweise für Indien und Sri Lanka:

Sri Lanka

Vor der indonesischen Insel Sumatra hat sich am 26.12. ein starkes Seebeben ereignet. Die vom Beben ausgelöste Flutwelle hat in Sri Lanka im gesamten Küstenbereich zu schweren Schäden geführt und eine sehr große Zahl von Menschenleben gefordert.

Die Infrastruktur der Küste Sri Lankas mit ihrem touristischen Hinterland ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Aufräumarbeiten werden einige Zeit in Anspruch nehmen. Zwischenzeitlich ist es, wie in einer solchen Situation zu erwarten, zu einem Anstieg von Durchfallerkrankungen gekommen. Es besteht Seuchengefahr, der Ausbruch von Seuchen kann bisher nicht bestätigt werden. Sollten Seuchen ausbrechen, muss mit Quarantänemaßnahmen gerechnet werden. Medizinische Einrichtungen sind überlastet. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und anderen Notwendigkeiten des täglichen Bedarfs ist vielfach nicht möglich. Auch die Transportwege sind überlastet. Die Sicherheitslage in den betroffenen Gebieten hat sich verschärft.

Es wird daher dringendst davon abgeraten, die betroffenen Regionen aufzusuchen. Nicht betroffen sind das Stadtgebiet von Colombo sowie das Binnenland.

Touristen sollten sich in jedem Fall vor Reisen nach Sri Lanka gezielt erkundigen, ob ein Aufenthalt am gewünschten Zielort möglich ist. Die deutsche Botschaft hat einen Krisenstab eingerichtet. Sie betreut, soweit möglich, die betroffenen Deutschen vor Ort. Die Hilfsmaßnahmen und die konsularische Betreuung vor Ort werden mit den EU-Partnern koordiniert

Weitere Hinweise:
Am 7. Juli kam es erstmals seit Beginn der Waffenruhe zwischen der srilankischen Regierung und den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) wieder zu einem Selbstmordanschlag in Colombo, dem 4 Menschen zum Opfer fielen und durch den 11 Menschen verletzt wurden.

Die Zahl der politisch motivierten Morde im Nord-Osten, aber auch in Colombo hat in den letzten Monaten zugenommen. Opfer waren und sind vor allem Angehörige von Organisationen und Parteien, die mit der LTTE rivalisieren. Die LTTE lehnt bislang die Verantwortung für die Morde ab. Am 29.11.2004 fiel eine Person einem Handgranatenanschlag einer LTTE-nahen Organisation auf einen Bus in der Nähe von Trincomalee zum Opfer.

Der ethnische Konflikt in Sri Lanka hat bisher annähernd 70.000 Menschenleben gefordert. Im Februar 2002 wurde eine Waffenruhe vereinbart. Sie wird von einer internationalen Beobachtungsmission unter norwegischer Führung überwacht. Die im September 2002 begonnenen Friedensgespräche zwischen Regierungsvertretern und den tamilischen Separatisten sind unterbrochen.

Bei Reisen nach Sri Lanka wird eindringlich von Reisen in folgende Regionen des Landes abgeraten:

Auf touristische Reisen in den Norden (nördlich von Anuradhapura) sowie in den Osten (östlich von Polonaruwa sowie Landweg nach Batticaloa und Ampara) sollte weiterhin verzichtet werden. In und um Trincomalee und Batticaloa hat es in der Vergangenheit ethnische Unruhen mit Todesfällen gegeben. Die Behörden haben mit strikten Ausgangssperren reagiert. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich derartige Vorfälle wiederholen.

Der Besuch der historischen Stätten in Anuradhapura und Polonaruwa zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang gilt im Allgemeinen als ungefährlich. In letzter Zeit hat jedoch die Anzahl krimineller Übergriffe zugenommen. Insbesondere allein oder in kleinen Gruppen reisende Frauen sollten besonders vorsichtig sein.

Auf vielen Straßen werden vor allem nach Einbruch der Dunkelheit Kontrollen durchgeführt. Es wird dringend geraten, den Anordnungen der Sicherheitskräfte zu folgen und nicht zu fotografieren. Auch sollten Foto- und Videoaufnahmen von bewachten Gebäuden und Uniformierten unterbleiben. Organisierte Gruppenreisen sind unter Sicherheitsaspekten Einzelreisen vorzuziehen. Bei Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Reisende sich auf mangelnde Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie eine oftmals unfallträchtige Fahrweise einstellen.

Weitere Informationen zur Sicherheitslage in Sri Lanka erhalten Sie auch bei der Deutschen Botschaft in Colombo.

Indien

Vor der indonesischen Insel Sumatra hat sich am 26.12.2004 ein starkes Seebeben ereignet. Die vom Beben ausgelöste Flutwelle richtete auch in Teilen Südindiens schwere Schäden an. Am stärksten betroffen sind die Küste des Bundesstaates Tamil Nadu sowie die Nikobaren (südliche, für Touristen gesperrte Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren), daneben Teile der Küste Keralas und Andhra Pradeshs sowie die Andamanen.

Die deutsche Botschaft in New Delhi und die Generalkonsulate Kalkutta und Chennai haben Krisenstäbe eingerichtet und stehen in ständigem Kontakt mit den einschlägigen Stellen des Gastlandes.

Von Reisen auf die Andamanen und Nikobaren wird bis auf weiteres dringend abgeraten.

Viele Hotels und Lodges an der Küste Tamil Nadus sind zerstört oder schwer beschädigt. Seuchengefahr ist nicht auszuschließen.
Touristen sollten vor Abreise in von Schäden betroffene Gebiete genaue Informationen einholen.

Weitere Hinweise:
Hinweis für ganz Indien: Terroranschläge sind landesweit nicht auszuschließen. Es wird daher durchgängig zu Wachsamkeit geraten, insbesondere bei größeren Menschenansammlungen, in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen sowie an religiösen Stätten. In jüngster Zeit gab es in Großstädten, so in New Delhi, Einzelfälle von Gewaltkriminalität gegen ausländische Frauen.

Die unmittelbaren Grenzregionen zwischen Indien und Pakistan sollten gemieden werden. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten wird vor Reisen nach Jammu und Kaschmir gewarnt. Sowohl in Srinagar als auch in Jammu ist es zu Bombenattentaten auf öffentlichen Plätzen gekommen.

Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete und die Gegend westlich von Lamayuru (einschließlich insbesondere die Straße von Lamayuru nach Kargil) gemieden werden. Generell wird davor gewarnt, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen Führer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Plätzen zu zelten. Bei Reisen in die Nordostregion Indiens besteht wegen der seit Jahren andauernden Unruhen mit terroristischer Gewalt in Assam, Manipur, Tripura und Nagaland ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Von Reisen dorthin wird abgeraten.

In den östlichen und südöstlichen Bundesstaaten Kernindiens von Bihar bis zum nördlichen Tamil Nadu besteht außerhalb größerer Städte ein erhöhtes Risiko von Gewalttaten und Gewaltkriminalität durch maoistische Gruppierungen ('Naxaliten'). Deren Aktionen richteten sich bislang allerdings nicht gegen Ausländer. Besondere Reisegenehmigungen werden u.a. für Sikkim, Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur und Mizoram wie auch für die Andaman und Nicobar Islands benötigt.

Bei 'Trekking'-Touren sollte unbedingt sichergestellt werden, dass ausreichend starke Funkgeräte mitgeführt werden, da anderenfalls in Notfällen eine rechtzeitige Einleitung von Rettungsaktionen nicht sichergestellt ist.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden bereits beim Besitz von kleinen Drogenmengen (auch Haschisch) mit drakonischen Haftstrafen geahndet. Mitgeführte Devisen - derzeit ab 5.000 US-Dollar (bar oder Reiseschecks) - sind bei der Einreise zu deklarieren. Bei Verstößen hiergegen und gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Die Telefonnummern wichtiger Reiseveranstalter finden Sie hier:

TUI     0511 / 567 80 00
Thomas Cook     0800 / 999 2424
Rewe-Pauschaltouristik (ITS, Tjaereborg, Jahn, LTUplus)  02203 / 42 800 oder 02203 / 42 850
Öger Tours      01805 / 2866 und 01805 / 351035
LTU     0211 / 94 18 888
FTI Touristik   01805 / 38 43 00 oder 089 / 24 44-73234
ID Reisewelt & Suntravel        03491 / 40 73 74
Dertour & Meier's Weltreisen    069 / 9588-5999 und 069 / 9588-2770
Tischler Reisen 08821 / 9317-44 und 08821 / 9317-10
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