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'Krieg der Hotelsterne' in der Schweiz - ab 2006 Zusatz Superior

15.12.2004 (Bern):
GastroSuisse - der Schweizer Arbeitgeberverband für Hotellerie und Restauration - plant die Schaffung einer neuen Hotelklassifikation als Konkurrenz zur hotelleriesuisse. Das haben die Teilnehmer der Präsidentenkonferenz des Verbandes, anlässlich ihrer Herbsttagung Ende September in Bern beschlossen. Mit diesem Entscheid kommt GastroSuisse einer langjährigen Forderung ihrer Mitglieder nach. Ziel von GastroSuisse ist eine einfache und verkaufsorientierte Hotelklassifikation. Genau wie das System der Hotelleriesuisse soll es auf dem international etablierten Sterneprinzip beruhen.

Das Projekt ist eine Fortsetzung des vor sechs Jahren eingeschlagenen Weges zur verstärkten Marketing-Unterstützung für die Beherbergungsbetriebe. Der Start der neuen Hotelklassifikation ist für Anfang 2006 geplant. Die GastroSuisse-Kommission Beherbergung wird bis Frühjahr 2005 einen Business- und Investitionsplan erstellen. Die Ausarbeitung der Einzelheiten ist im Gange. Von den über 20'000 Mitgliedern, die dem grössten gastgewerblichen Arbeitgeberverband angehören, bieten rund 5000 auch Beherbergung an.

Hotelleriesuisse - der Spitzenverband der Schweizer Hotelwirtschaft - hingegen ist Erfinderin und Eigentümerin der offiziellen Schweizer Hotelklassifikation. Seit 25 Jahren ist der Verband damit Garant für die unabhängige Vergabe der Hotelsterne in der Schweiz. Das Klassifikationssystem von hotelleriesuisse ist international anerkannt und diente in einigen Ländern als Grundlage für die Erarbeitung einer nationalen Hotelklassifikation.

In diesem Zeitraum wurde die Hotelklassifikation bereits 5 Mal den sich wandelnden Bedürfnissen der Gäste angepasst; die jüngste Revision wurde im November 2003 verabschiedet und wird ab 2006 umgesetzt. Rund 80% aller Hotelgäste in der Schweiz übernachten in Betrieben, die die Sterne von hotelleriesuisse tragen.

Vor diesem Hintergrund hat hotelleriesuisse heute bekräftigt, dass die Hotelklassifikation auch in Zukunft die Schlüsselaufgabe des Verbandes sein wird. Der Verband bestätigte erneut seine Offenheit gegenüber Hotelbetrieben, die nicht Mitglied sind, sich aber klassieren lassen möchten. Allen Bestrebungen, die die Einheit der Schweizer Hotelklassifikation gefährden - und die nicht im Interesse der Hotelgäste liegen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Tourismus schwächen - erteilt hotelleriesuisse damit eine klare Absage.

Ab 2006 auch Schweizer Hotels mit Zusatz 'Superior'

Mit der Anpassung der Hotelklassifikation zum Jahre 2006 werden nach dem Beschluss aus dem Jahre 2003 nun auch die Schweizer Hotels der 3-5 Sterne Kategorien zum Teil den Zusatz 'Superior' tragen. Etwa die besten 10-15% einer Kategorie sollen diesen Zusatz erhalten, um so herausragende Angebot im Bereich der gleichen Sterne Anzahl kenntlich zu machen. In Frankreich und Deutschland z.B. wird dieser Zusatz schon lange in ähnlicher Art und Weise vergeben.

Zudem können sich nun bereits seit Februar auch Betriebe von der hotelleriesuisse klassifizieren lassen, die selbst nicht Mitglied im Verband sind. Das traf insbesondere auf den größten Teil der 5000 Beherbergungsunternehmen zu, die Mitglied im Gastrosuisse Verband sind. Eine Klassifizierung kostet für Nicht-Mitglieder 200 Schweizer Franken pro Jahr, wobei die Zertifizierung für durchschnittlich drei Jahre vergeben wird, dann müsste sich der Betrieb erneut überprüfen lassen.

[gastrosuisse, hotelleriesuisse, Hotelkritiken]
 

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