Zurück zur Nachrichtenübersicht                                                     zum Newsarchiv 10 / 2004

      Zur Startseite von Hotelkritiken
 

TUI gewinnt Prozess um Entschädigung für Djerba Opfer

28.10.2004 (Hannover):
Das Landgericht Hannover hat am Mittwoch die Klage eines Opfers des Terroranschlags von Djerba gegen den zum TUI Konzern gehörenden Reiseveranstalter 1-2-FLY abgewiesen. TUI Bereichsvorstand Dr. Volker Böttcher begrüßte das Urteil: 'Die Entscheidung des Gerichts entspricht unseren Erwartungen. Wir werden auch in Zukunft alles in unseren Kräften stehende zum Schutz unserer Gäste tun.'

Gleichzeitig kündigte Böttcher eine humanitäre Geste an. Unabhängig von der Entscheidung des Landgerichts und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht wird die TUI eine Ausbildungsversicherung für alle vom Terroranschlag betroffenen Kinder, darunter auch Adrian Esper, abschließen. Eine Ausbildungsversicherung ist eine Kapital-Lebensversicherung, die für die Kosten einer späteren Ausbildung aufkommen soll. Die Versicherungssumme wird zu Beginn des Studiums oder einer anderen Berufsausbildung fällig. Der Abschluss dieser Versicherung wird von der TUI eigenen Stiftung vorgenommen. Die insgesamt sechsstellige Versicherungsumme wird sieben Kindern zu Gute kommen, die direkt unter den Folgen des Terroranschlags auf Djerba gelitten haben und noch immer leiden. Angaben zu einzelnen Personen, Schicksalen oder zur Höhe der jeweiligen Versicherungsleistung wird TUI mit Rücksicht auf die Betroffenen nicht machen. 'Wir sind uns über das menschliche Leid der Kinder und Familien voll und ganz im Klaren. Das haben wir auch niemals in Frage gestellt', sagte Böttcher. Und weiter: 'Obwohl wir wissen, dass niemand zurzeit finanzielle Not leidet, möchten wir humanitäre Hilfe leisten und den betroffenen Kindern bei der Absicherung ihrer Zukunft unter die Arme greifen.'

Die Espers hatten argumentiert, 1-2-Fly hätte vor möglichen Gefahren in Tunesien warnen müssen. Deshalb forderte die Familie für Adrian 100 000 Euro Schmerzensgeld und eine monatliche Rente. Nach Ansicht der Richterin hätte der Reiseveranstalter nur dann gegen seine Aufklärungspflicht verstoßen, wenn er von einer verschärften Sicherheitslage in Tunesien gewusst hätte. Das habe Familie Esper aber nicht beweisen können.
[TUI, Hotelkritiken]


 
      Zurück zur Nachrichtenübersicht                                                     zum Newsarchiv 10 / 2004

       Zur Startseite von Hotelkritiken

     
  

HOTELKRITIKEN


BENUTZER


REISETIPPS


REISEBERICHTE


KREUZFAHRT-KRITIKEN


VOR & NACH DER REISE


KONTAKT & FRAGEN