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Indonesien - Anschlagsgefahr nicht gebannt, Bali ruhig

13.07.2004 (Berlin):
Für Indonesien wird weiterhin zur Vorsicht geraten, diese Aussage erneuerte das Auswärtige Amt in Berlin Ende letzter Woche.

Nach der ersten demokratischen Präsidentenwahl wird es im September zu einer Stichwahl zwischen den beiden Erstplazierten kommen. Experten, wie auch der bisherige Sicherheitsminister Yudhoyono, der selbst einer der beiden Kandidaten ist, warnten vor Unruhen im Land: 'Die kommenden Wochen könnten kritisch werden, da bis zum 20. September nicht feststeht, wer Indonesien künftig regieren wird.'

Indonesien / Bali

offizielle Hinweise:
Aufgrund der politischen, ethnischen und sozialen Spannungen sowie krimineller Aktivitäten kann es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und zu Bombenanschlägen kommen. Die Sicherheitsorgane warnen nach wie vor vor möglichen Attentaten islamistischer Extremisten in Jakarta und anderen Orten.. Als besonders gefährdete Ziele gelten Einkaufszentren, von Ausländern bevorzugte Wohnbezirke, touristische Einrichtungen und Vergnügungsstätten, internationale Schulen, Kirchen und Verkehrsinfrastruktur.

Seit den durch islamistische Extremisten verübten Bombenanschlägen in Bali am 12.10.2002 (202 Todesopfer) und auf das Marriott-Hotel in Jakarta am 05.08.2003 (13 Tote) wurden Erfolge bei den Ermittlungen erzielt, die zu zahlreichen Verhaftungen und Verurteilungen geführt haben. Einige als Drahtzieher der Bombenanschläge identifizierte Extremisten befinden sich jedoch noch auf freiem Fuß.

Von Reisen in die Provinz Aceh (Nordsumatra) wird dringend abgeraten. Hier finden militärische Operationen statt (Ausnahmezustand), denen am 04.06.2003 in West-Aceh ein deutscher Tourist zum Opfer gefallen ist. Reisende benötigen eine Ausnahmegenehmigung des Militärs.

In der auf den Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon ist es in jüngster Zeit erneut zu Unruhen mit Toten und Verletzten gekommen. In den Provinzen Sulawesi (Region Poso/Zentralsulawesi) und Papua (ehem. Irian Jaya) bleibt die Sicherheitslage weiterhin angespannt. Reisen dorthin sollten nicht unternommen werden. Für Reisen nach Papua wird eine Ausnahmegenehmigung der Polizei benötigt.

In den Großstädten ist die Straßenkriminalität hoch. Auf die eindringlichen Warnungen der Behörden vor illegalem Besitz von Rauschgift ebenso wie vor Mitnahme/Transport oder Aufbewahrung von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts wird hingewiesen. Bei Rauschgiftdelikten - auch wenn es sich nur um kleine Mengen handelt - drohen langjährige Haftstrafen oder die Todesstrafe. Glücksspiele sind ebenfalls verboten und werden strafrechtlich geahndet.

Trekkingtouren und Bergbesteigungen sollten nur mit verlässlichen ortskundigen Führern durchgeführt werden. Grundsätzlich sollte man aus Sicherheitsgründen nur vom Hotel oder Reisebüro empfohlene Reiseführer engagieren. Auf die starke Gefährdung der Seeschifffahrt durch Piraterie insbesondere in der Straße von Malakka wird hingewiesen.

Rettungsdienste verfügen nicht über die in Europa gängige Ausbildung und Ausrüstung. Die medizinische Versorgung entspricht nicht immer deutschen Standards.


[AA, Hotelkritiken]


 
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