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Hapag-Lloyd AG mit bestem Ergebnis der Firmengeschichte

15.04.2004 (Düsseldorf):
Als Transport- und Logistikkonzern legte Hapag-Lloyd - eine Tochter der TUI - für 2003 mit einem operativen Ergebnis von 343 Mio. EUR ein neues Rekordresultat in der 157-jährigen Firmengeschichte vor. Der Umsatz belief sich auf 3,9 Mrd. EUR. Für 2004 steht der Börsengang als reines Schifffahrtsunternehmen im Fokus.

'Unsere Linienschifffahrt ist hervorragend aufgestellt, hoch produktiv und legt großes Augenmerk auf Kostenkontrolle und Kostenreduzierung. Dieses war die Basis für das im Vergleich zu früheren Geschäftsjahren hervorragende Abschneiden des Hapag-Lloyd Konzerns', kommentierte Michael Behrendt, Vorsitzender des Vorstands der Hapag-Lloyd AG, die heute vorgelegten Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2003. Doch auch die anderen Bereiche des Unternehmens hätten angesichts der unverändert schwachen Konjunktur sehr solide Resultate erwirtschaftet und zum Rekordergebnis des Transport- und Logistikkonzerns beigetragen.

Hapag-Lloyd erzielte 2003 bei einem Umsatz von 3,9 (2002: 3,8) Mrd. EUR ein operatives Ergebnis von 343 Mio. EUR und übertraf damit das Vorjahresresultat um 70 %. Der Jahresüberschuss stieg von 143 Mio. EUR (2002) auf 306 Mio. EUR.  Die Eigenkapitalquote erhöhte sich dabei von 40 % (2002) auf 45 %. Im gleichen Zeitraum gingen allerdings die Investitionen von 353 Mio Euro im Vorjahr auf 220 Mio. Euro zurück.

Allein im Segment Schifffahrt, das die Bereiche Hapag-Lloyd Container Linie und Hapag-Lloyd Kreuzfahrten umfasst, erzielte 2003 einen Umsatz in Höhe von 2,4 Mrd. EUR, 7,0 % mehr als im Vorjahr. Das in diesem Segment erwirtschaftete operative Ergebnis belief sich auf 248 (2002: 104) Mio. EUR. Die wesentlichen Ursachen für das hervorragende Abschneiden lagen zum einen in der Mengensteigerung, zum anderen aber auch im Anstieg der in Dollar quotierten Frachtraten. Dem standen Belastungen durch den schwächeren US-Dollar gegenüber, der im Mittel um 17 Cent unter Vorjahr blieb. In allen von Hapag-Lloyd bedienten Regionen erzielte das Unternehmen Wachstumsraten.

Das Segment Logistik bestand im Geschäftsjahr 2003 aus der VTG-Lehnkering AG, der Pracht Spedition + Logistik GmbH sowie der Algeco S.A., Paris/Mâcon. Der Umsatz belief sich auf 1,5 Mrd. EUR und erreichte damit knapp den Vorjahreswert (- 1,6 %). Dies galt auch für das operative Ergebnis mit 80,5 (2002: 82,3) Mio. EUR.

Eine wichtige Zukunftsentscheidung steht noch in der zweiten Jahreshälfte 2004 an, denn es soll etwa ein Drittel der bislang von TUI gehaltenen Hapag-Lloyd-Aktien an der Börse platziert werden. Das Unternehmen soll als reines Schifffahrtsunternehmen - dies umfasst Hapag-Lloyd Container Linie und Hapag-Lloyd Kreuzfahrten - notiert werden. Dies bedeutet, dass sich der Konzern von seinen Beteiligungen außerhalb der Schifffahrt trennen wird. Dazu gehören die VTG-Lehnkering AG sowie die Beteiligung an der französischen Algeco S.A. 'Nach der Veräußerung der Bulk- und Speziallogistik wurden die Verkaufsprozesse für die Schienenlogistik sowie für die Beteiligung an Algeco in Gang gesetzt', erläuterte Behrendt den derzeitigen Stand. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für den Börsengang. So beginnt in Kürze die Auswahl der Konsortialbanken. Geplant ist, dass Hapag-Lloyd in der zweiten Jahreshälfte 2004 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sein wird. 'Mittelfristig', betonte Behrendt, 'sehen wir mit unserer klaren Fokussierung auf die Schifffahrt gute Chancen, in den M-Dax aufzusteigen'.

Der heutige Hapag-Lloyd Konzern entstand am 1. September 1970 durch die Fusion der hamburgischen Reederei Hapag mit dem 1857 gegründeten Norddeutschen Lloyd in Bremen. Die Auswandererwelle nach Amerika in der Gründerkrise zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte beiden Unternehmen den Aufstieg ermöglicht.

Die Preussag (heute TUI) übernahm 1998 die Mehrheit an der Gesellschaft. Mit dem Herausdrängen der verbliebenen Kleinaktionäre 2002 verschwand die Hapag-Lloyd bis heute vom Börsenzettel.

[Hapag-Lloyd, Hotelkritiken]


 
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