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Reisehinweise Naher Osten: Jordanien, Syrien u. Libanon

04.04.2004 (Berlin):
Das Auswärtige Amt in Berlin hat die Sicherheitshinweise für die Länder Jordanien, Syrien und den Libanon im Nahen Osten aktualisiert :

Jordanien

Nach Einschätzung der jordanischen Sicherheitsbehörden besteht in Jordanien derzeit eine erhöhte Terrorgefahr. Aus diesem Grund wurden die Sicherheitsvorkehrungen im Lande erhöht. Ferner muss vor dem Hintergrund der allgemeinen politischen Situation in der Region sowie Jordaniens Lage als Nachbarstaat des Iraks die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgt werden.

Bei Personen irakischer Abstammung kann es zur Zurückweisung bei der Einreise kommen. Das Auswärtige Amt rät daher, Visa nicht erst am Flughafen, sondern schon in Deutschland zu beschaffen.

Syrien

Vom 12. bis zum 14. März ist es in Syrien um die Stadt Kamischli, im Grenzgebiet zur Türkei, wie auch in Teilen von Damaskus zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Kurden und syrischen Sicherheitsorganen gekommen. Vor Reisen in den Nordosten Syriens wird empfohlen, sich über die aktuelle Situation zu informieren und größere Menschenansammlungen zu meiden.

Aufgrund Syriens Lage als Nachbarstaat des Irak muss die Sicherheitslage mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet werden. In jüngster Zeit haben die syrischen Behörden ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Gegenwärtig liegen in Syrien mit Ausnahme der militärischen Sperrgebiete keine Reisebeschränkungen vor. Nur für Besuche der fast völlig zerstörten Stadt Qunaitra direkt an der Grenze zum israelisch besetzten Golan brauchen Reisende eine Sondergenehmigung, die in der Regel kurzfristig ausgestellt wird. Das dafür zuständige Büro befindet sich in Damaskus, nördlich vom Adnan-Malki-Platz an der Ecke der Toulaitoulan- und Zainab-Straße.

Auf das Verbot, militärische Einrichtungen zu fotografieren, wird besonders hingewiesen. Der Begriff der militärischen Einrichtung wird von den syrischen Behörden umfassend ausgelegt. Das Verbot sollte unbedingt beachtet werden.

Die Einreise nach Syrien ist trotz eines gültigen Visums nicht möglich, wenn der Reisepass einen israelischen Stempel enthält.

Libanon

Im Libanon besteht weiterhin ein Risiko von Anschlägen gegen Gebäude oder Einrichtungen, die aus der Sicht von Extremisten als Ziele mit Symbolcharakter angesehen werden könnten. Im letzten Jahr kam es zu vereinzelten Anschlägen islamistischer Kreise auf derartige Einrichtungen. In jüngster Zeit haben die libanesischen Behörden ihre Sicherheitsvorkehrungen nochmals erhöht. Es wird empfohlen, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden.

Von Reisen in die Region südlich der Linie von Tyros bis zur Grenze nach Syrien wird abgeraten. Im südlichen Abschnitt dieses Streifens hat die libanesische Regierung noch nicht die volle Staatsgewalt übernommen. Außerdem besteht Gefahr durch Landminen. Entlang der Südgrenze im Gebiet der sogenannten Shebaa-Farmen kommt es in letzter Zeit wieder vermehrt zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Hezbollah und israelischen Armeeeinheiten. Für Reisen in dieses Gebiet ist im übrigen eine Genehmigung des libanesischen Militärs erforderlich, die von einem Büro des militärischen Nachrichtendienstes in Sidon erteilt werden kann, sofern an der Reise ein libanesischer Staatsangehöriger teilnimmt. Wer nicht im Besitz einer solchen Genehmigung ist, läuft Gefahr, an einer der Kontrollstellen zurückgewiesen zu werden.

Generell abgeraten wird von Reisen in Gebiete nördlich von Baalbek (Region Hermel) sowie in die im Westen angrenzende Akkar-Region. Bei Besuchen der nördlichen Hafenstadt Tripoli sollte eine Bekleidung gewählt werden, die islamischen Vorstellungen entspricht. Palästinensische Flüchtlingslager sollten unbedingt gemieden werden. Die libanesischen Sicherheitskräfte sind dort nicht präsent und können die Sicherheit in den Lagern nicht gewährleisten.

Weiterhin finden in allen Städten und auf allen Landstraßen Kontrollen statt, und zwar sowohl durch libanesische als auch durch syrische Sicherheitskräfte. Aus diesem Grund sollten Reisende stets ihre persönlichen Reisedokumente in Originalform mit sich führen. Unter den gegeben Umständen erfordern alle Reisen (Touristen-, Dienst- und Geschäftsreisen sowie Familienbesuche) weiterhin eine sorgfältige Vorbereitung. Einzelheiten wie Abholung, Transport und Unterkunft im Libanon sollten vorab vom Organisator festgelegt bzw. mit dem dortigen Gastgeber bzw. Gesprächspartner vereinbart werden. Fahrten sollten nur in Begleitung ortskundiger libanesischer Vertrauenspersonen bzw. anerkannter Touristenführer unternommen werden.


[AA, Hotelkritiken]


 
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