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Reisehinweise Zentral-Afrika: Kenia, Kongo, Uganda

22.03.2004 (Berlin):
Das Auswärtige Amt in Berlin hat die Sicherheitshinweise für die zentralafrikanischen Staaten Kenia, Kongo und Uganda aktualisiert :

Kenia

In Kenia sind terroristische Anschläge nach wie vor nicht auszuschließen. Daher wird zu besonderer Vorsicht und Wachsamkeit geraten, insbesondere auf öffentlichen Plätzen, an religiösen Stätten sowie beim Besuch von touristischen Sehenswürdigkeiten.

Eine erhöhte Gefahr, Opfer von bewaffneten Überfällen zu werden, besteht in den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen Kenias sowie in der Küstenregion nördlich von Malindi und auf den Reiserouten auf dem Landweg in die Nordostprovinz sowie in die nördliche Küstenprovinz. Reisen in diese Gebiete, vor allem nach Lamu, sollten mit dem Flugzeug durchgeführt werden. Bei Fahrten mit dem Auto in die vorgenannten Regionen sollte unbedingt der Schutz in einem bewachten Konvoi gesucht werden. Sporadisch werden Aktivitäten von Banditen im Grenzgebiet zwischen Kenia und Tansania in der Region des Natron-Sees, Namanga und des Amboseli-Parks gemeldet.

Bei selbst organisierten Fahrten sollte die Route so geplant werden, dass das Ziel noch bei Tageslicht erreicht wird. Nachts besteht die Gefahr bewaffneter Überfälle. Auch kann sich der teilweise schlechte Straßenzustand als unüberwindliches Hindernis erweisen. Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen oder den 'Matatus' genannten Kleinbussen sollten vermieden werden. Die Fahrzeuge sind teils nicht in verkehrssicherem Zustand. Individualtouristen, die die Nationalparks ohne Reisegruppenbetreuung besuchen, sollten in den vorhandenen Lodges oder auf bewachten Campingplätzen übernachten. Vor individuellen Ausflügen bei den Reise- und Hotelleitungen am Ort eingeholte Informationen erlauben eine bessere Lagebeurteilung und Risikoabwägung.

Die Innenstädte Nairobis und Mombasas sollten nachts generell, bestimmte Gegenden des Stadtinnern Nairobis (dazu gehören River Road, Tom Mboya Street, Machakos Bus Terminal) möglichst auch bei Tag gemieden werden. Touristen sollten keine Wertsachen sichtbar mit sich tragen. Bei Spaziergängen an Stränden nach Einbruch der Dunkelheit und außerhalb der Hotelanlagen besteht eine erhöhte Gefahr, überfallen zu werden.

Demokratische Republik Kongo

Im Osten und Nordosten der Demokratischen Republik Kongo kommt es seit Jahren zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Vor Reisen jeder Art in diese Gebiete wird gewarnt.  Gegen Reisen in die Hauptstadt Kinshasa und die angrenzenden Provinz Bandundu bestehen derzeit zwar keine Sicherheitsbedenken, aber es existiert keinerlei touristische Infrastruktur.  

Vor Reisen in das Landesinnere sollte auf jeden Fall die Deutsche Botschaft in Kinshasa kontaktiert werden. Sicherheitsbedenken bestehen gegen Reisen in die Provinz Bas-Congo. Vor allem von der Nationalstraße 1 von Kinshasa nach Matadi (Bas-Congo) werden bewaffnete Raubüberfälle - auch bei Tage - gemeldet. Sie sollte deshalb nicht befahren werden.

Die deutsche Botschaft empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, die sich - auch nur kurzfristig - in der Demokratischen Republik Kongo aufhalten, sich in die von der Botschaft geführte Deutschenliste eintragen zu lassen. Dies erleichtert in konsularischen und anderen Notfällen die konsularische Betreuung.

Uganda

Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen rät das Auswärtige Amt, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht. Dies gilt insbesondere für touristische Reiseziele. Auf Reisen nach Norduganda (Distrikte Moyo, Adjumani, Gulu, Kitgum, Pader, Lira, Apac, Kotido, Mororto, Katakwi, Kaberamaido, Soroti) sollte bis auf weiteres verzichtet werden, weil dort verstärkte Aktivitäten sich als 'Lord Resistance Army' bezeichnender Rebellen zu verzeichnen sind. Gewaltsame Übergriffe auf Touristen können nicht ausgeschlossen werden.

Auch Reisen in den Westen des Landes (Distrikt Bundibugyo) erfordern angesichts der Sicherheitslage besondere Vorsicht. Gleiches gilt für Fahrten in das südwestliche Grenzgebiet (Dreieck Demokratische Republik Kongo, Ruanda, Uganda). Vor Reisen in den Kidepo Nationalpark wird derzeit wegen bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen südsudanesischen und ostugandischen Nomadenvölkern, die auch in unmittelbarer Nähe der Touristenunterkünfte ausgefochten werden, gewarnt. Auch von Reisen in den Semliki National Park (Distrikt Bundibugyo), von Rebellen gelegentlich als Zugangsweg genutzt, wird abgeraten.

Vor Fahrten in die Bezirke Kumi, Pallisa, Kapchorwa, Sironko und Mbale sowie zum Mount Elgon National Park sollte die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kampala kontaktiert werden.

Rebellenbewegungen im Nordteil des Murchinson Falls Nationalparks deuten auf die Gefahr von Übergriffen innerhalb dieses Teils des Parks. Für die Anfahrt sollte allenfalls die Südroute über Masindi gewählt werden. Es wird empfohlen, vor einem geplanten Überquerung des Nils in Richtung Norden die aktuelle Lage bei der Botschaft in Kampala zu erfragen. Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften inzwischen empfehlen, mindestens 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte - mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten - auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Aufgrund teilweise schlechter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise einiger Verkehrsteilnehmer wird empfohlen, nachts nicht mehr zu fahren.

Aktuelle Information können am Ort zusätzlich bei der Uganda Wildlife Authority (UWA) und beim Uganda Tourism Board (UTB) eingeholt werden.


[AA, Hotelkritiken]


 
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