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Sicherheitshinweise Afrika: Algerien, Mali, Niger, Mauretanien

27.02.2004 (Berlin):

Algerien

Jüngste Vorkommnisse und aktuelle Hinweise, die bis in die jüngste Vergangenheit reichen, deuten erneut auf die Möglichkeit, dass Entführungen von Bürgern westlicher Staaten geplant werden könnten. Das Auswärtige Amt warnt nachdrücklich vor Reisen in Gebiete südlich der Städte Béchar, Ghardaia und Touggourt. Mehrere Gruppen von Saharatouristen wurden 2003 in Südalgerien entführt.

Im Norden Algeriens haben Attentate und andere terroristische Aktivitäten in jüngster Zeit ebenfalls zugenommen. Anschläge oder Entführungen können auch in diesen Landesteilen nicht ausgeschlossen werden.. Es wird empfohlen, vor allen Reisen nach Algerien und innerhalb des Landes zeitnahe Erkundigungen über die örtliche Sicherheitslage einzuholen. Der algerische Gastgeber/Geschäftspartner bzw. der Reiseveranstalter sollte vor Reiseantritt gebeten werden, die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Abholung, Unterbringung, Betreuung vor Ort) zu gewährleisten. Reisen innerhalb des Landes sollten möglichst auf dem Luftweg erfolgen.

Während der Dämmerung und in der Nachtzeit sollten Fahrten außerhalb der Stadtzentren vermieden werden, da mit falschen Straßensperren von kriminellen oder terroristischen Gruppen gerechnet werden muss.

Mali

Die Sicherheitslage im Norden Malis wird durch bewaffnete Gruppierungen erheblich gefährdet. Erneut gibt es Hinweise auf Planungen, Bürger westlicher Staaten zu entführen. Vor Reisen in die Gebiete nördlich des Niger-Flusses ab 15.5 Grad nördlicher Breite, mit Ausnahme der Stadt Timbuktu, wird nachdrücklich gewarnt. 2003 wurden in Südalgerien entführte Reisende nach Mali verschleppt.

Generell wird von Überlandautofahrten bei Dunkelheit wegen des hohen damit verbundenen Unfallrisikos und der Gefahr von Überfällen abgeraten. Im Innenstadtgebiet Bamakos sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Spaziergänge verzichtet werden.

Niger

Im ganzen Land, besonders in der Nordregion (Aïr-Gebirge), besteht die Gefahr bewaffneter Überfälle durch kriminelle Banden. Darüber hinaus gibt es aktuelle Hinweise, dass insbesondere in der Region nördlich von Tahoua Entführungen von Bürgern westlicher Staaten geplant sein könnten. In der letzten Zeit wurden mehrfach Touristen überfallen und beraubt, die auf eine Begleitung durch einheimische Reiseführer verzichtet hatten. Bei Reisen in die Ténéré-Wüste und ins Aïr-Gebirge wird die Mitnahme eines erfahrenen einheimischen Reiseführers dringend empfohlen.

Auf Minengefahr im Djado-Gebirge (im äußersten Nordosten des Landes) wird hingewiesen. Die Routen Djanet-Chirfa und Iferouane - in Azawa zwischen Algerien und Niger sowie die Route Salvador - Dirkou zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit spezieller Genehmigung des Tourismusministeriums befahren werden.Die Einreise in den Niger ist nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.

Mauretanien

Vor Reisen in das Grenzgebiet zu Algerien und Mali wird gewarnt. Die Sicherheitslage dort wird durch bewaffnete Gruppierungen erheblich gefährdet. Es gibt Hinweise auf Planungen, Bürger westlicher Staaten zu entführen.

Die Einreise nach Mauretanien auf dem Landweg durch die Westsahara sollte ausschliesslich über die gekennzeichneten Strassen erfolgen. Wegen nicht kenntlicher Minenfelder ist das Verlassen der Strassen bzw. ausgefahrener Pisten lebensgefährlich, insbesondere bei der Durchquerung des ca. 20 km breiten verminten Streifen Niemandslandes in Grenznähe.

Für die Weiterreise wird empfohlen, einen der offiziellen Führer mitzunehmen, der Mitglied in einer anerkannten Vereinigung ('Guides reconnus') ist (Vermittlung von offiziellen Führern sowohl an der Grenze als auch in Nouadhibou, in der Nähe der 'Direction Régionale de Surveillance du Territoire'). Reisende mit eigenem Fahrzeug werden auf erhöhte Unfallgefahren hingewiesen, die von unbeleuchteten Fahrzeugen, Sandverwehungen, sowie Strassen oder Pisten überquerenden Kamelen, Eseln und Ziegen ausgehen. Auf Nachtfahrten sollte unbedingt verzichtet werden.

Die Strecke von ca. 500 km, die von Nouadhibou durch den Nationalpark Banc d'Arguin nach Nouakchott führt, weist keinerlei Versorgungspunkte auf und sollte nur mit einem ortskundigen Führer, GPS sowie im Konvoi befahren werden. Es sollten Vorräte an Wasser, Nahrung und Treibstoff mitgenommen werden, die für mehrere Tage ausreichen. Im Büro des Nationalparks Banc d´Arguin in Nouadhibou (Antenne Banc d´Arguin) ist eine Gebühr von 1.200 Ouguiya/Person/Tag für die Durchreise zu entrichten. Auch dort können zuverlässige Führer vermittelt werden.

Immer wieder bleiben Fahrzeuge auf den Wüstenpisten oder auf dem 200 km langen, bei Ebbe befahrbaren Strandabschnitt stecken. Sie können nicht immer geborgen werden. Der Verlust des Fahrzeugs sollte unbedingt einem der nächstgelegenen Gendarmerieposten gemeldet werden (Ausstellung eines Protokolls), da andernfalls bei Ausreise ohne Fahrzeug hohe Zollgebühren entrichtet werden müssen. Dieses Protokoll kann nicht erst in Nouakchott ausgestellt werden!

Bei Notfällen können über die Frequenzen UKW 82 30 oder Kurzwelle 10030 jeweils um 9 h, 12 h, 14 h und 18 h die Radiostationen der Banc d'Arguin erreicht werden. Eine Übernachtungsmöglichkeit gibt es in Iwik, ca. 200 km von Nouadhibou entfernt (beim 'Point de Passage Tenalloul' nach Iwik abbiegen, ca. 12 km). Dort werden Zelte zur Verfügung gestellt (Zelt für 2 Pers.: 3000 UM/Nacht).  Alternativ kann die Reiseroute ab Nouadhibou mit dem Eisenerzzug nach Choum gewählt werden, danach auf der gut ausgefahrenen Piste nach Atar und weiter auf der Teerstraße nach Nouakchott. Personenbeförderung täglich, Kfz-Transport samstags und montags. Kontakt: SNIM, Nouadhibou, Tel. 00222 - 574 17 54, Fax 00222 - 574 53 96. Vorausreservierung für Kfz empfehlenswert, da ansonsten einheimische Kfz bevorzugt befördert werden.


[AA, Hotelkritiken]


 
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