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Sicherheitshinweise Naher Osten - Kuwait, Iran, Jemen

15.02.2004 (Berlin):

Kuwait

Im Hinblick auf die allgemeine, weltweite Gefährdung durch Terroranschläge, die Entwicklung in der Region und die Präsenz ausländischer Truppen am Golf, insbesondere auch in Kuwait, wird auf ein erhöhtes Sicherheitsrisiko in Kuwait hingewiesen und zu besonderer Wachsamkeit geraten.

Auf freien Flächen, insbesondere außerhalb geschlossener Ortschaften und den Wüstengebieten, besteht eine Gefährdung durch Minen und andere Sprengkörper. Das Betreten und Fotografieren von militärischen Einrichtungen sowie Industrieanlagen, insbesondere der Öl- und petrochemischen Industrie (Ölfelder, Raffinerien usw.) ist untersagt, Zuwiderhandlungen werden strafrechtlich geahndet. Das Grenzgebiet zum Irak ist militärisches Sperrgebiet und kann ohne Sondererlaubnis nicht betreten werden. Verstöße gegen die Sicherheitsbestimmungen werden von den Behörden strafrechtlich geahndet.

Für das Nachbarland Irak besteht eine Reisewarnung. Personen, die trotz der hohen Gefährdung über Kuwait eine Reise in den Irak antreten, werden von Vertretern der Koalitions-Übergangsverwaltung (Coalition Provisional Authority, CPA) an den Grenzübergängen überprüft. Aufgrund der unübersichtlichen Lage in Irak kann es zu Zurückweisungen kommen. Zusätzlich muss bei den kuwaitischen Behörden eine Genehmigung zum Grenzübertritt beantragt werden, die die Erlaubnis beinhaltet, das militärische Sperrgebiet an der Grenze zu betreten. Ferner ist eine Einreise aus dem Irak nach Kuwait ohne kuwaitisches Visum nicht möglich. Grenzübertrittsgenehmigungen und Visa müssen vorab in Kuwait beantragt und beschafft werden. Die deutsche Botschaft in Kuwait kann Deutschen, die im Südirak in eine Notlage geraten, erst ab dem irakisch-kuwaitischen Grenzübergang Hilfestellung leisten, wobei die kuwaitischen Behörden und die Koalitionsstreitkräfte zu beteiligen wären.

Jemen

Bei Reisen in den Jemen bleibt große Vorsicht angezeigt. Das Risiko terroristischer Anschläge besteht weiter. Aufgrund der Entführungsgefahr wird empfohlen, Reisen nur durchzuführen, wenn sie durch eine Reiseagentur organisiert oder in Kooperation mit zuverlässigen und erfahrenen jemenitischen Partnern unternommen werden. Von Einzelreisen durch das Land wird abgeraten. Touristische Reisen innerhalb des Jemen müssen 48 Stunden vor Antritt der Reise bei der Tourismuspolizei in Sanaa angemeldet werden. Von Reiseveranstaltern wird dies generell erledigt. Besuche in den Provinzen Marib, Shabwa und Al-Jauf dürfen nur mit Begleitschutz durchgeführt werden.

Entführungen und Geiselnahmen von Ausländern sowie bewaffneter Fahrzeugraub, insbesondere von Geländefahrzeugen, können grundsätzlich im ganzen Lande stattfinden, auch in den Städten. In der Vergangenheit fanden Entführungen allerdings immer wieder in den selben Regionen und durch die selben Stämme statt. Ein erhöhtes Risiko besteht bei Reisen in die nördlichen und nordöstlichen Landesteile. Die Lage in den Provinzen Marib, Shabwa und Sadah bleibt unruhig. Wüstendurchquerungen sollten nur mit verlässlichen Reiseagenturen unternommen werden.

Bei Reisen in den Süden des Landes wird wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder zur Vorsicht geraten. Fahrten abseits der befestigten Straßen können wegen möglicher Minenfelder lebensgefährlich sein. Diese befinden sich nach hiesiger Kenntnis entlang der Straße von Aden nach Sanaa bis Al Anad, entlang der Küstenstraße westlich von Mukalla sowie um die Hafenstadt Bir-Ali und im Raum Zinjibar, Jaar und Al-Khod.

Iran

Das verheerende Erdbeben in der Provinz Kerman um die Stadt Bam am 25.12.03 hat dort große Verwüstungen angerichtet. Von touristischen Reisen in das betroffene Gebiet wird immer noch abgeraten. Die wenigen Verbindungsstraßen in und zum Erdbebengebiet sind durch Hilfetransporte und Flüchtlinge bis an die Kapazitätsgrenze beansprucht.

Bei Reisen - insbesondere bei Individual- oder Trekkingreisen - in den Provinzen Kerman und Sistan-Balutschestan sowie in den Grenzgebieten Irans mit Pakistan und Afghanistan besteht ein erhebliches Entführungsrisiko. Es wird dringend davon abgeraten, auf dem Landweg - insbesondere mit dem Fahrrad oder Motorrad - nach Pakistan oder Afghanistan zu reisen. Für Afghanistan besteht eine Reisewarnung. Von nicht dringend erforderlichen Reisen in die Kurdengebiete im Nordwesten Irans entlang der türkischen und irakischen Grenze wird grundsätzlich abgeraten.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, bei Reisen in abgelegene Gebiete Irans die Reisedaten der Deutschen Botschaft Teheran mitzuteilen und den Kontakt zu halten .


[AA, Hotelkritiken]


 
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