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Reisewarnungen Indonesien, Singapur, Pakistan und Laos

27.01.2004 (Berlin):

Pakistan

Das Auswärtige Amt rät nachdrücklich davon ab, die Grenzgebiete zu Afghanistan und Iran aufzusuchen.

Terroristische Anschläge und gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen religiösen Gruppen (Sunniten und Schiiten) sind landesweit - insbesondere in Karachi und Quetta - nicht auszuschließen.

Die unmittelbaren Grenzregionen zwischen Pakistan und Indien sollten gemieden werden. Dies gilt für grenznahe Gebiete in den Provinzen Sindh und Punjab und im von Pakistan verwalteten Teil Kaschmirs ('Azad Kashmir') für die Gebiete nahe der Waffenstillstandslinie (Line of Control, LOC). Einziger Grenzübergang zu Indien ist Wagah/Atari zwischen Lahore und Amritsar.

In Karachi sollte wegen der allgemeinen Kriminalität vor dem Besuch abgelegener Stadtbezirke ortskundiger Rat eingeholt werden. Vor Befahren des Karakorum Highway sollten ortskundiger Rat eingeholt und die zuständigen Polizeibehörden unterrichtet werden. Die nördlichen Gebiete um Gilgit mit Hunza-Tal sowie Skardu und die dazu gehörigen Bergregionen sind vergleichsweise sicher. Gilgit und Skardu werden von Islamabad aus regelmäßig angeflogen.

Blasphemie und Drogendelikte werden mit harten Gefängnisstrafen, unter Umständen mit der Todesstrafe geahndet. Der Genuss alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit ist verboten. Auch hinsichtlich der Kleidung (z.B. keine Shorts) und des allgemeinen Verhaltens sollte auf die örtlichen Sitten und Gebräuche geachtet werden.

Seit dem 26.09.2001 müssen deutsche Staatsangehörige bei der Einreise nach Pakistan einen gültigen Sichtvermerk einer pakistanischen Auslandsvertretung vorweisen. Die bisherige Praxis, ein Visum auch bei der Einreise am Flughafen erhalten zu können, wurde aufgehoben.

Indonesien

Aufgrund der politischen, ethnischen und sozialen Spannungen sowie krimineller Aktivitäten kann es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und zu Bombenanschlägen kommen. Zwar sind befürchtete Terroranschläge islamistischer Extremisten während der Feierlichkeiten zum Jahreswechsel ausgeblieben Die Sicherheitsorgane warnen jedoch nach wie vor vor möglichen Attentaten. Als besonders gefährdet gelten von Ausländern bevorzugte Wohnbezirke, Einkaufszentren, touristische Einrichtungen, Kirchen und internationale Schulen.

Seit den durch islamistische Extremisten verübten Bombenanschlägen in Bali am 12.10.2002 (202 Todesopfer) und auf das Marriott-Hotel in Jakarta am 05.08.2003 (13 Tote) wurden Erfolge bei den Ermittlungen erzielt, die zu zahlreichen Verhaftungen und Verurteilungen geführt haben. Einige als Drahtzieher der Bombenanschläge identifizierte Extremisten befinden sich jedoch noch auf freiem Fuß. Planungen weiterer Anschläge könnten sich nicht auf Jakarta beschränken, sondern auch gegen andere Städte Indonesiens richten.

Von Reisen in die Provinz Aceh (Nordsumatra) wird dringend abgeraten. Hier finden militärische Operationen statt (Ausnahmezustand), denen am 04.06.2003 in West-Aceh ein deutscher Tourist zum Opfer gefallen ist. Reisende benötigen eine Ausnahmegenehmigung des Militärs. Ebenso wenig können in den Provinzen Molukken, Sulawesi (Region Poso/Zentralsulawesi) und Papua (ehem. Irian Jaya) gewalttätige Auseinandersetzungen ausgeschlossen werden. Insbesondere um Poso hat sich die Sicherheitslage in jüngster Zeit wieder verschärft.

In den Großstädten ist die Straßenkriminalität hoch. Auf die eindringlichen Warnungen der Behörden vor illegalem Besitz von Rauschgift ebenso wie vor Mitnahme/Transport oder Aufbewahrung von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts wird hingewiesen. Bei Rauschgiftdelikten - auch wenn es sich nur um kleine Mengen handelt - drohen langjährige Haftstrafen oder die Todesstrafe. Glücksspiele sind ebenfalls verboten und werden strafrechtlich geahndet.Trekkingtouren und Bergbesteigungen sollten nur mit verlässlichen ortskundigen Führern durchgeführt werden. Grundsätzlich sollte man aus Sicherheitsgründen nur vom Hotel oder Reisebüro empfohlene Reiseführer engagieren. Rettungsdienste verfügen nicht über die in Europa gängige Ausbildung und Ausrüstung. Die medizinische Versorgung entspricht nicht immer deutschen Standards.

Singapur

Im Zusammenhang mit Fahndungen nach Terroristen in verschiedenen Ländern Südostasiens hat es Spuren gegeben, die nach Singapur weisen. Es besteht derzeit jedoch kein konkret erhöhtes Sicherheitsrisiko.

Von Erwerb, Besitz, Verteilung sowie der Ein- und Ausfuhr von Rauschgiften aller Art wird eindringlich gewarnt. Auch die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben. Schon der Besitz geringer Drogenmengen führt zu hohen Freiheitsstrafen. Für den Besitz größerer Mengen (z.B. ab 500g Cannabis, 250g Speed, 30g Kokain, 15g Heroin) sieht das Gesetz zwingend die Verhängung der Todesstrafe vor.

Laos

Entlang der Nationalstraße 13 kam es von Februar bis April und erneut Anfang Dezember 2003 zu bewaffneten Überfällen auf Zivilpersonen und Sicherheitskräfte. Reisende, die dennoch auf dieser Landroute nach Luang Prabang zu reisen wünschen, sollten die Reise durch ein örtliches Reiseunternehmen mit entsprechender Erfahrung organisieren lassen. Von der Benutzung der Nationalstraße 7 zwischen Phoukhoun und vietnamesischer Grenze wird weiterhin abgeraten.

Die Einreise in die Xaysomboun (auch Saysomboun) Special Zone bedarf einer vorherigen Genehmigung. Reisen zur Ebene der Tonkrüge sollten sich auf die ausgewiesenen Touristenziele beschränken und nur in Begleitung ortskundiger Reiseführer stattfinden.

Hinweise zum Luftverkehr: Mit der Einführung von 2 Maschinen vom Typ ATR 72 sowie einem Airbus 320 ist der Sicherheitsstandard auf den von diesen Maschinen abgedeckten Routen (insb. Vientiane - Luang Prabang und Vientiane - Phonsavan) deutlich verbessert worden. Problematisch bleiben die Verbindungen in die entlegenen Nordprovinzen wegen des häufig schlechten Wetters, der fehlenden technischen Ausstattung der dortigen Flughäfen sowie des auf den betreffenden Routen eingesetzten Fluggeräts (chinesische Maschinen vom Typ Y12 ). Insbesondere in der Regenzeit sollten diese Strecken gemieden werden.

Hinweise zum Verkehr auf den Wasserwegen: Die Schnellboote ('Speed Boats') sind häufig in Unfälle verwickelt, gelegentlich mit tödlichem Ausgang. Da auf fast allen Strecken auch normale Boote (sog. 'Slow Boats') verkehren, sollte auf die Benutzung der Schnellboote verzichtet werden.

Hinweise zum Straßenverkehr: Die meisten Straßen befinden sich in einem schlechten Zustand. Zudem birgt der Straßenverkehr auf Grund des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer besondere Risiken. Gerade abends und an Feiertagen tragen alkoholisierte Fahrer zum hohen Verkehrsrisiko bei. Die Unfallrate (auch mit Todesfolge) ist hoch, Benutzern motorisierter Zweiräder wird das Tragen eines Schutzhelms dringend empfohlen. Wird ein Ausländer in einen Unfall verwickelt, wird von ihm meist unabhängig von der Schuldfrage die Bezahlung des (gesamten) Schadens und ggf. Schmerzensgeld gefordert.


[AA, Hotelkritiken]


 
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