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Reisewarnungen Venezuela, Malyasien, Tschad u. Elfenbeinküste

21.01.2004 (Berlin):

Venezuela

Es liegen Hinweise auf mögliche Anschläge gegen Einrichtungen einiger westlicher Länder vor, die in den nächsten Tagen verübt werden könnten. Vor allem Reisende in Caracas sollten größtmögliche Vorsicht walten lassen. Im Jahre 2003 wurden auf die spanische Botschaft, das Konsulat von Kolumbien und auf das Gebäude Teleport Caracas (Sitz der Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition) Bombenanschläge verübt. Weitere Attentate sind möglich.

Die innenpolitische und soziale Situation bleibt gespannt. Die Straßenkriminalität ist unvermindert hoch. Erneute Streiks, Demonstrationen und Protestaktionen, auch mit Gewaltanwendung, können nicht ausgeschlossen werden. Auch in Zusammenhang mit den laufenden Maßnahmen hinsichtlich eines möglichen Abberufungsreferendums ist mit entsprechenden Großveranstaltungen zu rechnen. Reisende sollten sich von ihnen fernhalten.

Umsichtiges Verhalten ist besonders Reisenden zu empfehlen, die am Flughafen Caracas ankommen. In letzter Zeit häufen sich Raubüberfälle unter Beteiligung von Uniformträgern und Taxifahrern. Die Botschaft empfiehlt, ausschließlich die schwarzen Geländewagen der Marke Ford Explorer mit gelben Kennzeichen, die unmittelbar vor der Ankunftshalle warten, zu benutzen.Tauschen Sie Geld nur an den dafür ausgewiesenen Schaltern.

In den Gebieten entlang der kolumbianischen Grenze in den venezolanischen Teilstaaten Amazonas, Apure, Barinas, Táchira und Zulia besteht als Folge des kolumbianischen Binnenkonflikts eine erhöhte Gefahr von Entführungen und anderen Gewaltverbrechen.

Malaysien

Vor dem Hintergrund der Terroranschläge der vergangenen Jahre in der Region rät das Auswärtige Amt bei Reisen nach Malaysia weiterhin zu Vorsicht. Dies gilt besonders für den Bundesstaat Sabah. Die Sicherheitslage im Grenzgebiet zwischen Malaysia und den Philippinen ist nach wie vor labil. Aufgrund des Risikos von Überfällen und Geiselnahmen durch bewaffnete Gewalttäter aus den südlichen Philippinen (zuletzt am 06. Oktober 2003) wird von Reisen an die Ostküste Sabahs sowie auf die im Grenzgebiet zu den Philippinen vorgelagerten Inseln (Region Kudat bis Tawau) abgeraten.

Bei dem Besuch von Naturparks ist die Begleitung durch ortskundige geprüfte Begleiter empfehlenswert, da die Ausschilderung bei Dschungelpfaden oft unzureichend ist. Bei Benutzung von Fähr- und Ausflugsbooten ist insbesondere im Landesinneren Vorsicht angeraten. Reisende sollten sich über Sicherheits- und Rettungseinrichtungen an Bord und die Seetüchtigkeit des Schiffes informieren. Auf die allgemeine Gefährdung durch Piraterie bei Fahrten in den Gewässern um Malaysia (insbesondere Straße von Malakka) wird hingewiesen.

Fälle von Dengue-Fieber treten landesweit, im vergangenen Jahr auch vermehrt in Kuala Lumpur und Johor Bahru, auf. Impfschutz ist nicht möglich, ein effizienter Schutz gegen Insektenstiche wird als Vorsorgemassnahme empfohlen. Zu gesundheitlichen Vorsorgemassnahmen wird auf die medizinischen Hinweise zu Malaysia hingewiesen.

Tschad

Es wird empfohlen, bis auf weiteres von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Tschad abzusehen.

Reisen in den Norden und Nordosten sind mit erheblichen Risiken verbunden. Von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird dringend abgeraten. Außer für den Ennedi erteilen die tschadischen Behörden keine Reisegenehmigungen (wird auch für den Ennedi nur mit einem ortskundigen Führer erteilt). Im Tibesti gibt es ausgedehnte, kartographisch nicht erfasste Minenfelder. Bei Überlandfahrten besteht erhebliche Gefahr, Opfer von Gewaltkriminalität (Straßensperren!) zu werden. Bei Unfällen mit Personenschäden besteht Gefahr von Aggressionen durch Angehörige des Opfers. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht landesweit gewährleistet.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Botschaft im Tschad wegen der mangelhaften Infrastruktur (große Entfernungen, fehlende Straßen, kaum Telefonverbindungen) nur in sehr beschränktem Umfang Hilfe leisten kann. Im Notfall sollten sich Reisende an die nächste tschadische oder ggf. französische Militärstation wenden, da nur diese über einigermaßen funktionierende Kommunikationsmöglichkeiten verfügen. Die deutsche Botschaft N'Djamena ist seit Ende August 2002 (mit eingeschränktem Zuständigkeitsbereich - keine Wahrnehmung von Rechts- und Konsularaufgaben - nur Nothilfe, keine Erteilung von Visa ) wieder eröffnet.  

Elfenbeinküste

Ebenfalls rät das Auswärtige Amt von Reisen in die Elfenbeinküste ab. Dringende Reisen nach Abidjan und in den von der Regierung kontrollierten Süden des Landes sind möglich, wenn die üblichen Vorsorgemassnahmen beachtet werden. Vor Reisen in den Nordteil der Côte d'Ivoire, der von den aus der Rebellion hervorgegangenen 'Forces Nouvelles' gehalten wird, wird gewarnt.

Der Versöhnungsprozess zwischen den Bürgerkriegsparteien gestaltet sich trotz gewisser Fortschritte zäher als erwartet und ist von zahlreichen Rückschlägen gekennzeichnet. Die Gefahr eines erneuten Ausbruchs von bewaffneten Auseinandersetzungen, bei denen insbesondere auch Ausländer gefährdet sind, besteht weiterhin im ganzen Land.


[AA, Hotelkritiken]


 
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