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Verbraucherzentrale fordert Veröffentlichung der 'Schrottflieger'

09.01.2004 (Berlin):
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe aufgefordert, dem Beispiel seines britischen Kollegen zu folgen und die Namen der Fluggesellschaften zu veröffentlichen, denen aus Sicherheitsgründen keine Flug- oder Landeerlaubnis in Deutschland erteilt wurde. Zugleich fordert der vzbv Stolpe auf, sich für eine europaweite Veröffentlichung der Flug- und Landeverbote einzusetzen. 'Die Verbraucher haben ein Recht zu wissen, welche Airlines Sicherheitsstandards missachten', sagte vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller. 'Es kann nicht angehen, dass eine Behörde aus Furcht vor Schadensersatzklagen nicht öffentlich macht, welche Fluggesellschaften bei den strengen Überprüfungen durchfallen.'

Die Maschine, die am 3. Januar über dem Roten Meer abgestürzt ist, gehörte einer Fluggesellschaft, die in der Schweiz wegen Sicherheitsrisiken Flugverbot hatte. 'Das zeigt, dass die Verbraucher auch wissen müssen, welchen Fluggesellschaften in Deutschland Landerechte verweigert worden sind', so Edda Müller. Wichtig sei diese Information dann, wenn man einen Weiterflug etwa in Asien, dem Nahen Osten oder Nordamerika gebucht habe. Der vzbv hat deshalb beim Luftfahrtbundesamt einen Antrag auf Veröffentlichung der mit Flugverbot belegten Airlines gestellt. Bislang hat das Luftfahrtbundesamt es mit Hinweis auf den Datenschutz und drohende Schadensersatzklagen abgelehnt, die Namen von Airlines zu veröffentlichen, denen Landerechte oder Überflugrechte in Deutschland verweigert wurden.

'Bei der Sicherheit der Passagiere darf es keine Kompromisse geben', so Edda Müller. 'Eine Veröffentlichung der Namen von 'Schrottairlines' schützt nicht nur die Verbraucher, sondern auch diejenigen Gesellschaften vor unlauterer Konkurrenz, die mit Millionenaufwand in die Flugsicherheit investieren.'

Der britische Verkehrsminister Tony MacNulty hat als Reaktion auf den Flugzeugabsturz in Ägypten eine Liste eine Liste mit elf Fluggesellschaften aus zehn Ländern veröffentlicht, die aus Sicherheitsgründen in Grossbritannien Flugverbot haben. Es handelt sich laut Angaben im Einzelnen um:

  • RAF-AVIA aus Lettland,
  • Enimex aus Estland,
  • Air Bosna aus Bosnien,
  • Inter Trans Air aus Bulgarien
  • Air Memphis aus Ägypten
  • Cameroon Airlines aus Kamerun,
  • Albanian Airlines aus Albanien,
  • Central Air Express aus Kongo-Kinshasa,
  • Air Universal aus Sierra Leone,
  • Star Air Ltd aus Sierra Leone,
  • und Kyrgyzstan Airlines aus Kirgisien.

und alle Fluggesellschaften aus Äquatorialguinea, Gambia, Liberia und Tadschikistan.

Quelle: [vzbv]


 
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