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Aufregung am Morgen - Tiere am Wasserloch

Der Morgen begann mit einem entspannten Frühstück. Marc zauberte, unter Zuhilfenahme des Steak-Gewürzes, Rührei mit Hühnchenstreifen. Dazu gab es noch Brot und Orangen-Marmelade nach englischer Art - das einzig Süße dabei war die Gelatine *würg*. Es war trotzdem lecker, weil ein richtiges Frühstück ist beim unserem Roadtrip eher selten gewesen. Eine kurze Stippvisite beim nahen Wasserloch zeigte mal wieder, das die Tiere das noch nicht richtig angenommen haben, da nur ein paar Springböcke zu sehen waren. Man ist es halt bevölkerter gewöhnt. Diesmal waren wir sogar halbwegs pünktlich 10Uhr mit zusammenpacken fertig, sodass die Putzfrau mit ihrer Arbeit beginnen konnte. Nur etwas vermisste ich.

Meine Kameratasche war verschwunden. Die letzten Aufnahmen habe ich von der Tanzgruppe am Vorabend gemacht, daher hatte ich sie da wohl liegen gelassen. Auf eine simple Nachfrage bei der Security, wurde uns erstmal das Sicherheitssystem unterm psychischen Gesichtspunkt erklärt. Erstmal kommt normalerweise nix weg. Wenn was wegkommt, sei es gestohlen oder anderweitig, bekommen die zu dieser Zeit Dienst hattenden Securities wahnsinniger Stress - und bei einen Zusammentreffen wird eine Erklärung erwartet, wie das vorkommen konnte. Eigentlich hatte ich aber nur eine simple "Keine Ahnung, frag da mal nach." erhofft - ergebnisorientiertes Fragen also - und nicht eine halbstündige Ausführung wie leid es ihm nun täte. Auch dachte er, ich hätte die Kamera als solches liegen gelassen (wenn die mal zuhören würden...) Aber es war ja meine Schuld, nicht deren. Wenn es weg gewesen wäre, wäre es halt weg - traurig aber wahr. Letztenendes brachte die Dame aus dem Restaurant meine Tasche dann und alle waren glücklich. Ich, weil ich meine Tasche wieder hatte, und er weil er weiter in den Tag hinein chillen konnte...

Nach dieser kleinen Aufregung starteten wir in den Tag. Doch bevor wir in Richtung Grootfontein und Hoba-Meteorit aufbrachen, gönnten wir uns noch eine kleine Safari-Rundfahrt um die Fischer's Pfanne. Dort sahen wir beim Wasserloch "Zwei Palmen" noch ein paar Elefanten beim Schlamm herumspritzen. Außerdem gab es mal wieder massigst Tiere (Gnuns, Gemsböcke, Kudus) an den verschiedenen Wasserlöchern - und teilweise auch entlang der Straße. Leider haben wir auch heute wieder keine Rhinos oder Katzen außerhalb vom Wasserloch gesehen.
 

zu schnell - Unterkunftssuche Grootfontein

Mit Volldampf ging es anschließend über Tsumeb nach Grootfontein. Dabei rauschte ich mit gut 180km/h an einer Highway-Patrol vorbei - die aber anscheinend gepennt hat, da sie uns nicht verfolgt (oder ähnliches) hat. Da hatte ich mal wieder enormes Glück gehabt - auch wenn man hier mit N$500 meist sämtliche Geschwindigkeitsstrafen begleichen kann.

In Grootfontein angekommen, stand mal wieder die Frage nach der Lodge. Zuerst weckten wir im "Travelers Inn" den Wachmann (!!), der die Tür derweil mit einen Brett versperrt hatte. Dessen Auskünfte waren aber eher als schläfrig zu bezeichnen. Es gibt nur einen englischen Dialekt, den man neben dem normalen afrikanischen Akzent noch schlechter verstehen kann - den verschlafenen afrikanischen Akzent. Aber nach einem freundlichen Hinweis des Tankwartes fanden wir nach kurzer Suche das Kalksteinhaus - das leider ausgebucht war. Netterweise fragte die freundliche Besitzerin kurz in der Lala Panzi Lodge nach und organisierte zwei Doppelzimmer für je N$300. Dort angekommen, entschieden wir uns, die französischen Betten gemeinsam zu nutzen. Und so haben wir für ein Doppelzimmer für vier Personen N$400 bezahlt und ganz gut geschlafen. Okay, abends mussten wir eine Kakerlake und eine Spinne - beide mittlerer Baugröße - mit Doom erlegen, aber wozu haben wir es denn sonst dabei?
 

Hoba Meteorit
Der Hoba Meteorit ist touristisch ganz gut erschlossen, und allemal sehenswert - wenn auch ein wenig unspektakulär. Aber als Fotomotiv allemal eine Reise wert, und der Eintritt mit $N10 pro Person recht günstig. Dafür dass er 50 Tonnen wiegt, ist er mit 3x2x1m (LxBxH) recht klein, aber trotz des Alters von rd. 80000 Jahren recht wenig verrostet. Im zugehörigen Touri-Shop haben wir dann noch drei der originalen namibianischen San-Windspiele (Mobiles) gekauft, welche mit jeweils N$70 preislich okay waren.
 
Restaurant Abenteuer in Grootfontein

Nach dieser aufregenden Entdeckungsreise war unser Hunger geweckt. So kam es dass wir in dem verschlafenen Nest Grootfontein ein Restaurant suchten. Leider gab es nur das "Tavelers Inn", dessen Wachmann zwischenzeitlich ausgeschlafen hatte, und auf unser Auto aufpasste. Der koch vom zweiten (mittlerweile geschlossenen) Restaurant der Stadt kochte nun im Travelers Inn. Nun sollte man einfach nicht den Fehler machen, und in einen Steak-Restaurant Pasta bestellen. Okay, auf Nachfrage stellte sich heraus, das noch 3x Lasagne und 2x Tagliatelle verfügbar ist. Sind die nun gefroren, übrig von gestern, oder sind einfach nicht mehr Zutaten vorhanden für mehr? Nun gut, vor dem Essen stand die Wahl des Weines. Nachdem wir uns für einen der ca. ein Dutzend Weine der Weinkarte entschieden hatte, teilte man uns mit, dass nur noch zwei vorhanden sind, die nicht auf der Karte standen (Verschnitt oder Verschnitt). Als Weingläser wurden uns Likörgläser serviert, welche laut Thomas auch Sektgläser sein konnten. Aber vermutlich wählte man diese, da 14% Wein besser in kleinen Mengen konsumiert werden sollte. Nach kurzem Hinweis wurden die Gläser getauscht, und wenig später auch das Essen serviert. Ich habe noch nie eine so kleine und flache Lasagne (für N$32) von einen Teller statt aus einer Terrine gegessen. Ich glaube die haben noch genug für einmal Lasagne gehabt - und das auf die Anzahl der Esser gestreckt. Thomas und Marc haben sich ihr 500g Rumpsteak (jeweils N$56) schmecken lassen, welches allem Anschein nach recht angenehm im Geschmack war. Alles im allem ein recht witziger Restaurantbesuch, bei dem zwar mein Hunger gestillt wurde, aber nicht mein Appetit.
 

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 Etosha Nationalpark - Tiere

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